Etwas ruppiger. Keks als Belohnung.

Letzten Samstag wollte ich von Heiligenhafen nach Bagenkop/Langeland. Zuerst war das Wetter super, der Wind stand etwas ungünstig ging aber. Dann kam ich innerhalb von Minuten in einen Gewittersturm. Das dauerte zwar nur ca. 30-40 Minuten, aber es war schon sehr heftig. Ich habe mich dann dazu entschlossen die Überfahrt abzubrechen und Fehmarn anzulaufen. Allerdings bin ich dann noch ein bisschen gesegelt, als es immer noch ein wenig ruppig war, so zum üben…

Ich habe dann in Orth auf Fehmarn festgemacht. Am nächsten Tag regnete es fast komplett durch, also blieb ich noch einen weiteren Tag.

Hier noch ein paar Bilder der Gewitterfront und von Orth auf Fehmarn.

Glückstadt…

Am 20.06. bin ich von Hamburg aus gestartet. Mit dem Ziel bis Brunsbüttel und dem Nord-Ostsee-Kanal zu kommen. Habe dann aber in Glückstadt abgebrochen. Es stand Wind genau gegen Strömung, und was das auf der Elbe heisst, könnt ihr in dem Film sehen. Das Anlegen in Glückstadt war auch spannend, da der Hafen schon sehr voll war, musste ich ganz nach hinten, wo mich der Wind eh schon reindrückte, hat dann aber mithilfe eines anderen Seglers doch gut geklappt.
Ich musste 3 Tage warten, bis sich der Wind etwas beruhigt hatte…

Überführungstörn nach Hamburg, Teil 2: von Ijmuden nach Hamburg

01.06.-04.06.2014

Crew:
Uwe Gräfer
Ich

Der zweite Teil des Überführungstörns führte von Ijmuden nonstop bis Hamburg, ca 240 sm. Dafür konnte ich Uwe Gräfer als Crewmitglied gewinnen, Sportbootgutachter aus Hamburg mit dessen Unterstützung ich Wilma in Bruinisse auch gekauft hatte. 3 Tage und 3 Nächte nonstop. Das war schon eine tolle Erfahrung die ganze Zeit auf dem Wasser. Nur zum laden der Batterien den Motor anschmeissen, ansonsten feinstes Nordseesegeln.
Die holländische Nordseeküste entlang, vorbei an den holländischen Nordseeinseln, den deutschen Nordseeinseln, in die Aussenelbe und dann die Elbe hoch bis Hamburg. Wenig schlafen, das Wasser und den Wind geniessen…
Nach einem mehrstündigen Stopp in Cuxhaven, warten auf auflaufendes Wasser, sind wir dann das letzte Stück unter Motor die Elbe hoch, bis wir im City Sporthafen Hamburg, am Mittwochabend, den 04.06. um 21:30 festgemacht haben.

Überführungstörn nach Hamburg, Teil 1: von Bruinisse nach Ijmuden

29.05. – 01.06.2014
Bruinisse – Roompot – Schevenigen – Ijmuden

Crew:
Markus Silbergasser
Oliver Bentz
Ich

Ich war schon etwas länger in Holland, und hatte das Boot soweit ausgerüstet, damit es für den Überführungstörn über die Nordsee klar war. Das ein Segelboot ein Fass ohne Boden sein kann ist ja bekannt. Nach dem Überwintern und als das Boot wieder ins Wasser kam, sind mir die Scheine nur so durch die Finger gerutscht, ohne das ich übertriebenen Ausrüstungswahnsinn praktiziert hätte. Aber wie Markus Silbergasser www.untersegeln.eu ein Crewmitglied des Überführungstörns und langjähriger Freund, bei dem ich jahrelang mitsegelte, zuerst auf Charteryachten, dann auf seinem eigenen Boot, treffend sagte: „Es gibt immer was zu optimieren.“ Und optimieren bedeutet in den meisten Fällen Geld ausgeben. Oder wie Oliver Bentz, Crewmitglied des Überführungstörns und langjähriger Freund aus Hamburg, sagte: „Die beiden schönsten Tage im Leben eines Segelbootbesitzers sind der Tag an dem er das Boot kauft und der Tag an dem er das Boot verkauft“. Aber soweit bin ich noch nicht.

Was jetzt erstmal anstand, war der Überführungstörn nach Hamburg, bevor es von dort aus weitergehen sollte in die Ostsee. Die Anreise von Markus und Oliver war am Donnerstag den 29.05. in Amsterdam, da Bruinisse gut 1,5h mit dem Auto von Amsterdam entfernt ist, besorgte ich einen Mietwagen ab Schiphol und wollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Amsterdam kommen, was eine Reise von ca 2h gewesen wäre. Hätte ich an den Feiertag gedacht, was ich aber nicht getan habe. So stand ich morgens um 7 Uhr an der Bushaltestelle ohne das ein Bus kam, erst dann bemerkte ich den Feiertag. Na ja, dann folgte wildes telefonieren um ein Taxi nach Rotterdam zu bekommen, was irgendwann auch klappte. Von Rotterdam mit dem Schnellzug direkt nach Schiphol. Nach Rückgabe des Mietwagens in Rotterdam und weitere Fahrten mit Bahn und Bussen war ich dann abends wieder in Bruinisse, wo Markus und Oli es sich schon mal gemütlich gemacht hatten.

Am nächsten morgen starteten wir nach kurzem tanken. Das war dann also mein Abschied aus Bruinisse. Einige Wochen habe ich in der Marina verbracht, die übrigens wirklich sehr schön ist, und die Leute dort sind wirklich sehr nett (Restaurant, Supermarkt, Segelladen etc).

Direkt nach der Marina wartete die erste Schleuse, die vom Grevelinger Meer in die Oosterschelde führt. Danach konnten wir dann fast bis zur Roompot Schleuse segeln. Die Roompot Schleuse führt auf die Nordsee. Übernachtet haben wir dann in der Roompot Marina, eine etwas grössere Touri-Veranstaltung mit riesigen Ferienhaus- und Camping-Anlagen. Nicht so zu empfehlen. Mit Hochwasser sind wir dann am nächsten morgen durch die Roompot Schleuse auf die Nordsee, und segelten und motorten dann bis Scheveningen.

Aufgrund einer Regatta war es in Scheveningen sehr voll, aber die zentrale Lage der Marina, umgeben mit Kneipen und Restaurants, hat den Stopp dann doch gerechtfertigt.
Am nächsten Tag war aufgrund der Windlage, nämlich so gut wie gar kein Wind, leider kein segeln machbar, so sind wir das letzte Stück bis Ijmuden viel unter Motor gefahren.

Weiter gehts im Teil 2, Ijmuden-Hamburg nonstop.

(M)Ein Segelsommer

Letztes Jahr Ende Oktober 2013 habe ich mir den Traum von einem eigenen Segelboot erfüllt. Seitdem ich „Mitsegler“ war, hatte ich immer wieder den Wunsch ein eigenes Boot zu besitzen. 10 Jahre lang habe ich mich immer wieder durch Bootsbörsen gewühlt, mich für alle Boote im Bereich um die 10 Meter interessiert, auf mein Konto geschaut, um es dann wieder sein zu lassen. Letztes Jahr hat dann irgendwie alles gepasst. Zudem ist es auch das Boot geworden welches ich immer haben wollte, aber eigentlich nicht in mein Budget passte. Eine Hallberg-Rassy 312. Es passierte auf dem ersten grösseren Törn den ich mitsegelte, von Mallorca nach Ibiza und wieder zurück, daß ich in jeder Marina die Boote von Hallberg-Rassy bewunderte und anfing mich mit der Geschichte der Werft und ihren Booten zu beschäftigen. Schnell wurde klar, daß es die 312er sein soll.

Gekauft habe ich das Boot in Holland/Bruinisse. Geplant war, es in die Ostsee nach Heiligenhafen zu überführen und von dort aus den Sommerurlaub und die Wochenenden zu verbringen. Doch dann kam alles anders. Durch berufliche Umstände ist es mir nun möglich den gesamten Sommer 2014 auf dem Boot zu verbringen. Ich bin am 20. Juni von Hamburg aus gestartet, und werde, wenn alles nach Plan läuft bis Ende September auf dem Wasser sein und die Ostsee erkunden.

Die grobe Planung Stand heute ist, durch die Dänische Südsee, dann Richtung Norden an der Westküste Schwedens entlang (Schären), zurück Richtung Süden an der dänischen Ostküste, dann die schwedischen Westküste hoch. Wie gesagt, nur eine grobe Planung, vielleicht schaffe ich auch nur einen Teil davon, vielleicht ändert sich das alles auch nochmal. Es ist einfach gut, erstmal einen groben Plan zu haben, alles andere kommt dann von selbst. Es soll einfach ein toller Segelsommer werden. Meiner. Dabei werde ich nicht immer alleine auf dem Boot sein, Freunde und Bekannte werden ein- und aussteigen und mich auf Teilstrecken begleiten.

So sei es dann. Es geht los.